Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wurden von den deutschen Amtsgerichte im Februar 8.137 Verbraucherinsolvenzen registriert und damit 5,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das ist der erste Rückgang binnen Jahresfrist seit Oktober 2010 (-2,6%). Im Januar war die Zahl der Pleiten von Privatpersonen noch um 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen lag im Februar ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Hier registrierten die Gerichte mit 2.463 Fällen einen erneuten Rückgang um 3,7 Prozent. Im Januar war die Zahl der Firmenpleiten, nachdem sie sich seit September 2010 durchgehend im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert hatte, sogar um 9,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.
Die Gesamtzahl der Insolvenzen (inkl. Insolvenzen anderer privater Schuldner und Nachlässe) lag mit insgesamt 12.708 registrierten Fällen um 5,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die mit den Insolvenzen einhergehenden offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich im Februar nach Schätzung der Gerichte auf 2,5 Milliarden Euro. Im Februar 2010 hatten die offenen Forderungen dem Statistikamt zufolge noch 3,0 Milliarden Euro betragen.
Im Zeitraum Januar bis Februar lag die Zahl der Insolvenzen mit insgesamt 25.508 registrierten Fällen um 3,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wobei die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 4.767 Fällen um 6,6 Prozent auf Jahressicht zurückging, während sich die Verbraucherinsolvenzen mit 16.584 Fällen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent verringerten.


